Kristin Palitza is an award-winning Africa correspondent for various newspapers in Germany, Austria and Switzerland as well as stringer for TIME and dpa. She also works from time to time as a news editor. In her spare time, she likes to write a literary blog.

She lives and works in Cape Town, South Africa, but is available for assignments anywhere on the continent.

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Kristin Palitza arbeitet als freie Afrika-Korrespondentin für zahlreiche Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist feste freie Mitarbeiterin bei dpa und TIME. Von Zeit zu Zeit arbeitet sie auch als Redakteurin. In ihrer Freizeit schreibt sie gern an ihrem literarischen Blog.

Sie lebt und arbeitet im südafrikanischen Kapstadt, ist jedoch für Aufträge überall in Afrika verfügbar.

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'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' is a collection of articles and research that document South Africa's political struggle against HIV/Aids and the role of the media therein. Kristin Palitza is the main editor of the book, which was published by Jacana in 2010.

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'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' ist eine Sammlung von Artikeln und wissenschaftlichen Texten, die Südafrikas politischen Kampf gegen HIV/Aids und die Rolle der Medien dokumentieren. Kristin Palitza ist die Hauptherausgeberin des Buches, welches in 2010 von Verleger Jacana veröffentlicht wurde.

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Saturday
Feb042012

Afrikas Brot wächst auf dem Baum

Stuttgarter Nachrichten | 29. Januar 2012

Von Kristin Palitza

Die Blätter des Moringa-Baumes sättigen und heilen. Wie Erfahrungen in Südafrika zeigen, könnte er armen Regionen überall helfen.

Eine 15-Hektar Plantage des „Wunderbaums“ mit dem botanischen Namen Moringa oleifera hat bereits im kleinen Dorf Tooseng, das in Limpopo, einer der ärmsten Provinzen Südafrikas liegt, das Leben der Menschen positiv verändert.

Die Blätter des Moringa gelten als „Super Food“. Ernährungswissenschaftler haben entdeckt, dass diese soviel Calcium wie vier Gläser Milch, das Vitamin C von sieben Orangen, Kalium dreier Bananen, dreimal soviel Eisen wie Spinat, viermal soviel Vitamin A wie eine Mohrrübe und doppelt soviel Protein wie Milch enthalten. Der Baum ist praktisch ein kleiner Supermarkt.

Mavis Mathabatha, einst Lehrerin in Tooseng, hat in den letzten drei Jahren hart gewirtschaftet, um in ihrem Dorf eine Moringa-Plantage anzulegen, die genug Blätter produziert, um Nahrungsmittelunsicherheit in ihrer Gemeinde, aber auch in anderen Teilen Südafrikas zu reduzieren. „Ich wollte nicht nur in meinem Dorf, sondern auch in meiner Provinz und im gesamten Land etwas bewegen“, erklärt sie.

2009 pflanzte Mathabatha die ersten jungen Bäume und begann, Moringa-Blätter zu ernten, trocknen und mahlen. Das Pulver wird dann Mahlzeiten beigemischt, die im Sedikong sa Lerato (“Wogen der Liebe” auf Sesotho) Kinderzentrum täglich an mehr als 400 von Hunger und Armut betroffene Kinder ausgeteilt werden. Das Zentrum ernährt Jungen und Mädchen, deren Eltern monatlich weniger als 200 Euro verdienen. Das sind fast alle Familien in Tooseng, ein Dorf, das unter hoher Arbeitslosigkeit und einer ebenso hohen HIV-Infektionsrate leidet.

„Man konnte den Unterschied fast sofort sehen“, sagt Elizabeth Serogole, die Leiterin des Kinderzentrums. „Der Gesundheitszustand der Kinder hat sich in kürzester Zeit verbessert.“ Zeichen der Mangel- und Unterernährung, wie aufgeblähte Bäuche und offene Wunden, seien in nur wenigen Wochen verschwunden. Die Kinder hätten nun stärkere Immunsysteme und mehr Energie, so Serogole: „Auch in der Schule können sie sich jetzt viel besser konzentrieren. Und das nur von einem Teelöffel Moringa-Pulver pro Tag.“

Dr. Samson Tesfay, ein Ernährungswissenschaftler der Universität zu KwaZulu-Natal im südafrikanischen Durban, bestätigt die nährstoffreichen und heilenden Eigenschaften des Moringa-Baums. „Die Pflanze ist einzigartig. Sie hat medizinische, therapeutische, nahrhafte sowie praktische Eigenschaften. Moringa kann genutzt werden, um Mangelernährung effektiv zu bekämpfen“, so Tesfay.

Moringa-Blätter haben zahlreiche medizinische Verwendungszwecke. Sie können zur Behandlung von Hautentzündungen und Schwellungen verwendet werden, zur Senkung von Bluthochdruck und Blutzucker, Heilung von Magengeschwüren sowie zur Beruhigung des Nervensystems, erklärt Tesfay. Der Baum, der im Norden Indiens beheimatet ist, werde seit Jahrzehnten in ayurvedischer Medizin genutzt und soll mehr als 300 Krankheiten heilen können.

Doch nicht nur die Blätter des Moringa sind von Nutzen. Die Samen des Baums können zur Reinigung von Wasser genutzt werden. Dies ist besonders in armen, ländlichen Gebieten hilfreich, wo Zugang zu sauberem Trinkwasser oft nicht gewährleistet ist. „Die Samen filtern rund 98 Prozent aller Schadstoffe und Mikroben aus kontaminiertem Wasser“, erklärt Tesfay. Außerdem seien unreife Samen voller wichtiger Aminosäuren und könnten verzehrt werden.

Der schlanke Baum mit hängenden Zweigen braucht wenig Wasser, wächst schnell und kann innerhalb eines Jahres eine Höhe von drei Metern erreichen. Er gedeiht sogar in Tooseng, im Nord-Osten Südafrikas, einer der trockensten Gegenden des Landes, die in vergangenen Jahren von stetigen Regenausfällen betroffen war. "Der Baum kann unter relativ ungünstigen Bedingungen wachsen und ohne teure, komplizierte landwirtschaftliche Methoden angebaut werden", sagt Tesfay.

Moringa könne daher weitflächig zur Bekämpfung von Mangelernährung eingesetzt werden, glauben Ernährungsexperten, denn der Baum könne in so gut wie allen subtropischen Gebieten gedeiehen - in vielen Teilen Afrikas, Zentral- und Südamerika, dem mittleren Osten sowie Südostasien. Genau dort, wo Dürren, Armut und Hunger beständig sind.

Mathabatha hat daher in den vergangenen Jahren ihre Moringa Plantage Stück für Stück erweitert. Nachdem sie über den vielfältigen Nutzen des Baums erfuhr, bewarb sie sich um finanzielle Unterstützung durch regionale Hilfsorganisation Southern Africa Trust (SAT), die ihr half, die ersten Setzlinge zu pflanzen. Heute ist sie die stolze Besitzerin von 13.000 Moringa-Bäumen.

Doch Mathabatha reicht ihr persönlicher Erfolg nicht aus. Sie will den Nutzen des Moringa mit anderen teilen und hat daher mehr als 6.000 Setzlinge an arme Familien in und um Tooseng verteilt. Nun steht in jedem Garten der Gemeinde mindestens einer der „Wunderbäume“.

„Die Pflanzung von Moringa Plantagen ist ein ganzheitlicher Ansatz für das Problem der Nahrungsmittelunsicherheit“, erklärt Ashley Green-Thompson, der im Auftrag von SAT Mathabatha half, die Plantage aufzubauen. „Das Niveau der Nahrungsmittelunsicherheit ist eines der Hauptanzeichen für Armut und sehr hoch in der Region.“

Heute erwirtschaftet Mathabathas Plantage bis zu 10.000 Tonnen Moringa-Blätter pro Jahr, die in Pulverform nicht nur in Südafrika verkauft, sondern auch in Nachbarländer Botswana, Swaziland und Lesotho exportiert werden. „Ich hoffe, meinen Absatzmarkt über die nächsten Jahre weiter auszuweiten. Es gibt viel Interesse an meinem Produkt“, erklärt Mathabatha voller Stolz.

Doch es ist nicht das Streben nach finanziellem Erfolg, das Mathabatha motiviert, sondern der Drang, Menschen in Not zu helfen. So verkauft die 52jährige Geschäftsfrau 40-Gram-Päckchen des Moringapulvers – den Monatsbedarf einer Person – derzeit für nur 45 Euro Cents. Erschwinglichkeit hat für sie ganz klar Vorrang vor Profiten.

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Reader Comments (1)

40 gram bedarf einer Person für ein Monat was ist das für eine Lüge und 45 cent für 40 gram ist sehr teuer. Im vergleich kostet 500 gram ungefair 30 cent

March 30, 2012 | Unregistered CommenterMarco

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