Kristin Palitza is an award-winning Africa correspondent for various newspapers in Germany, Austria and Switzerland as well as stringer for TIME and dpa. She also works from time to time as a news editor. In her spare time, she likes to write a literary blog.

She lives and works in Cape Town, South Africa, but is available for assignments anywhere on the continent.

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Kristin Palitza arbeitet als freie Afrika-Korrespondentin für zahlreiche Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist feste freie Mitarbeiterin bei dpa und TIME. Von Zeit zu Zeit arbeitet sie auch als Redakteurin. In ihrer Freizeit schreibt sie gern an ihrem literarischen Blog.

Sie lebt und arbeitet im südafrikanischen Kapstadt, ist jedoch für Aufträge überall in Afrika verfügbar.

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Books

'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' is a collection of articles and research that document South Africa's political struggle against HIV/Aids and the role of the media therein. Kristin Palitza is the main editor of the book, which was published by Jacana in 2010.

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'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' ist eine Sammlung von Artikeln und wissenschaftlichen Texten, die Südafrikas politischen Kampf gegen HIV/Aids und die Rolle der Medien dokumentieren. Kristin Palitza ist die Hauptherausgeberin des Buches, welches in 2010 von Verleger Jacana veröffentlicht wurde.

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Saturday
Feb262011

Ein Jumbo, der auf Wein steht

Freie Presse | 22. Februar 2011

Von Kristin Palitza

Ein Weingut in Südafrika hat einen Elefanten aus dem Knysna-Nationalpark zum Traubentreten angeheuert. Das süffige Produkt trägt seinen Namen: Boplaas Elefant.

Traubentreten ist eine jahrtausende alte Tradition der Weinbereitung. Doch zum ersten Mal in den 4000 Jahren der Weingeschichte versucht sich ein Elefant als Winzer. Jumbo Harry lebt in Südafrika wo er mit seinen riesigen Füßen fröhlich Rosé, Chardonnay und Cabernet erzeugt.

Das Weingut Boplaas im südafrikanischen Ostkap hat den grauen Riesen angeheuert. Alle Beteiligten profitieren: Harry, der Weintrauben liebt, erhält eine große Portion im Austausch für seine Hilfe. Und das Weingut kann seinen Kunden eine ganz spezielle Weinsorte anbieten. Der elefantöse Wein trägt Harrys Bild auf der Flasche und ist passend Boplaas Elephant genannt.

Weingutbesitzer, Carel Nel, erinnert sich noch genau, wie die Idee entstand. Es geschah – wie sollte es auch anders sein – über ein Glas Wein. Nel erhielt Besuch von seinem Freund Ian Withers, dem Leiter des benachbarten Knysna Elefantenparks, in dem Harry lebt.  

„Wir sprachen darüber, wie mühselig es einst war, die Trauben mit den Füssen zu stampfen. Dann schlug Ian vor, es sei einfacher, einen Elefanten für die Arbeit zu nutzten“, erinnert sich Nel. „So etwas passiert wenn man ein oder zwei Gläser zuviel hat. Man kommt auf die verrücktesten Ideen“, fügt er lachend hinzu.

Das erste kolossale Weinexperiment fand in 2008 statt – und es schien dem 22jährigen Dickhäuter Harry großen Spaß zu machen. Mit gewaschenen und sterilisierten Vorderfüßen begann er ohne zu zögern gute 50 Kilo Trauben zu quetschen. „Wir geben ihm als Anreiz ein paar Weintrauben, denn die mag er gerne“, erklärt Nel und witzelt: „Er isst wahrscheinlich mehr Trauben als er stampft.“

Harry, der 3.2 Meter groß ist und vier Tonnen wiegt, hat ein ungewöhnlich freundliches Gemüt, sagt Nel, und musste nur drei Wochen lang trainiert werden, um die Traubenstampfmethode zu beherrschen. Im Anschluss an das Stampfen wird der Traubensaft vom Elefantenpark zurück zum Weingut transportiert wo dieser mit einer größeren Ladung von maschinell produziertem Saft vermischt wird.

„Harrys Stampfen war zunächst eine symbolische Geste, doch wir haben inzwischen festgestellt, dass die weiche Unterseite von Elefantenfüßen sehr guten Wein produziert, weil sie die Trauben auf ganz zarte Weise zerquetscht“, meint Nel. Jetzt überlegt der Gutsbesitzer sogar, einen roboterhaften Elefantenfuß zu entwerfen, um Harrys Stampfstil zu imitieren.

Was als drolliges Experiment begann ist inzwischen zu einer erfolgreichen Geschäftsidee geworden. Harrys Wein wird in limitierter Auflage in Südafrika, England, Holland und Deutschland verkauft. Die Nachfrage ist groß: bei Ende 2010 war der Elefantenwein vielerorts bereits ausverkauft. Es ist also höchste Zeit für den Dickhäuter, wieder einmal kräftig aufzustampfen. „Wir werden die Weinbestände bald wieder auffüllen“, verspricht Nel.

Beim Trinken des elefantösen Tropfens können Weinkenner auch gleichzeitig etwas Gutes tun. Denn ein Prozentsatz des Umsatzes der Boplaas Elefantenauslese wird an Organisationen, die sich für den Schutz der grauen Giganten einsetzen, gespendet.



 

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