Kristin Palitza is an award-winning Africa correspondent for various newspapers in Germany, Austria and Switzerland as well as stringer for TIME and dpa. She also works from time to time as a news editor. In her spare time, she likes to write a literary blog.

She lives and works in Cape Town, South Africa, but is available for assignments anywhere on the continent.

- - - - - - - - - - - - - - -

Kristin Palitza arbeitet als freie Afrika-Korrespondentin für zahlreiche Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist feste freie Mitarbeiterin bei dpa und TIME. Von Zeit zu Zeit arbeitet sie auch als Redakteurin. In ihrer Freizeit schreibt sie gern an ihrem literarischen Blog.

Sie lebt und arbeitet im südafrikanischen Kapstadt, ist jedoch für Aufträge überall in Afrika verfügbar.

+27 72 287 2202   kpalitza@gmail.com

Books

'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' is a collection of articles and research that document South Africa's political struggle against HIV/Aids and the role of the media therein. Kristin Palitza is the main editor of the book, which was published by Jacana in 2010.

----------------------------

'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' ist eine Sammlung von Artikeln und wissenschaftlichen Texten, die Südafrikas politischen Kampf gegen HIV/Aids und die Rolle der Medien dokumentieren. Kristin Palitza ist die Hauptherausgeberin des Buches, welches in 2010 von Verleger Jacana veröffentlicht wurde.

Editor Login
« »Ich bin gern Soldat« | Main | Kabila mit guten Chancen auf Wiederwahl »
Monday
Jan092012

Ein Protokoll, das besser ist als nichts

Allgemeine Zeitung | 12. Dez 2011

Klimagipfel: Der Kompromiss in letzter Minute verpflichtet alle zur CO2-Reduktion, aber erst ab 2020

Von Kristin Palitza, Durban

Der Kollaps konnte buchstäblich in letzter Minute vermieden werden. In den frühen Morgenstunden des Sonntags, nach zweiwöchigen zähen Verhandlungen, einigten sich die 194 teilnehmenden Länder auf einen Kompromiss. Er sieht vor, ein internationales Klimaprotokoll abzuschliessen, das ab 2020 gelten soll. Es wäre das erste verbindliche Klimaabkommen, das die USA, aber auch Schwellenländer wie China und Indien einschliesst. Im Gegenzug verpflichteten sich die 37 Länder, die bereits zu CO2-Reduzierungen unter dem Kyoto-Protokoll verpflichtet sind, für ein Nachfolgeabkommen ab Januar 2013. Die erste Kyoto-Periode läuft Ende 2012 aus.

Nur ein Protokoll statt Vertrag

Dabei waren in den letzten Ver- handlungsstunden nochmals heftige Diskussionen ausgebrochen. Die EU stritt mit Indien und China über den legalen Status eines neuen Abkommens. Auch die USA, Kanada und Russland versuchten, verbindliche Klimaschutzmassnahmen so lange wie möglich hinauszuzögern. Eine Einigung konnte erst erzielt werden, nachdem die Konferenzleiterin Maite Nkoana-Mashabane, die EU und In- dien aufforderte, sich in bilateralen Verhandlungen auf eine Formulierung zu einigen, mit der beide Seiten leben könnten. Schliesslich wurde ein Kompromissvorschlag von Brasi- lien angenommen: Das Mandat beauftragt die Länder, ein «Protokoll» auszuhandeln, nicht aber einen rechtlich verbindlichen Vertrag, wie von der EU ursprünglich gefordert.

Klimafonds beschlossen

Zuvor hatten die erschöpften Minister bereits Einigungen in weniger umstrittenen Punkten erzielt. Dazu gehören Massnahmen zum Schutz der Wälder, aber auch die Gründung des Klimafonds. Noch offen ist allerdings, wie ab 2020 die jährlich vorgesehenen 100 Milliarden Dollar für den Klimaschutz in Entwicklungsländern aufgebracht werden sollen.

Wirtschaft muss CO2-arm werden

Die Unterhändler in Durban feierten das Resultat als «wichtigen Schritt vorwärts», der zu globalen Emissionsminderungen führen werde und der Privatwirtschaft ein starkes Signal sende, dass sich die Welt in Richtung CO2-arme Wirtschaft bewegt. Das neue Abkommen helfe, die «Emissionslücke» zwischen den freiwilligen Minderungszielen der Länder und den Reduktionen zu schliessen, die Wis- senschafter zur Verlangsamung des Klimawandels für nötig halten, sagte Christiana Figueres, als Exekutivsekretärin des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) die oberste UNO-Klimadiplomatin. Durch das Mandat hätten die Regierungen anerkannt, dass die aktuelle Summe der freiwilligen Verpflichtungen aller Länder zur CO2-Reduktion nicht ausreiche, um den durchschnittlichen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius zu halten.

Europas Strategie ist aufgegangen

Die EU zeigte sich zufrieden. Sie hatte mit ihrer harten Haltung am Ende den Durchbruch erst möglich gemacht. «Die Strategie der Europäischen Union war erfolgreich», sagte EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard. «Die EU wollte mehr Ehrgeiz sehen, und wir haben ihn bekommen.» Mit dem Mandat sei Schluss mit einer Welt, in der sich lediglich Industrieländer zu verbindlichen Emissionsreduzierungen verpflichteten, so Hedegaard.

Auch die Schweiz, die an der Seite der EU verhandelt hatte, war mit dem Verhandlungsergebnis relativ zufrieden. Dass in Zukunft alle Länder gemeinsamen, aber je nach ihrer Kapazität differenzierten Regeln unterliegen, sei ein wichtiger Erfolg, sagte Bruno Oberle, Chef des Bundesamtes für Umwelt und Schweizer Delegationsleiter.

«Die düstere Nachricht ist, dass die von den USA angeführten Blockierer sich erfolgreich eine Auswegsklausel geschaffen haben, die dazu führen könnte, dass ein neues Abkommen rechtlich unverbindlich bleibt», klagte Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International. Das Mandat bedeute, dass es in diesem Jahrzehnt keine Reduktionsminderungen geben werde. Dabei hätten Wissenschafter gewarnt, dass der Höhe- punkt des CO2-Ausstosses bis spätestens 2020 erreicht werden müsse.

PrintView Printer Friendly Version

Reader Comments

There are no comments for this journal entry. To create a new comment, use the form below.

PostPost a New Comment

Enter your information below to add a new comment.

My response is on my own website »
Author Email (optional):
Author URL (optional):
Post:
 
Some HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>