Kristin Palitza is an award-winning Africa correspondent for various newspapers in Germany, Austria and Switzerland as well as stringer for TIME and dpa. She also works from time to time as a news editor. In her spare time, she likes to write a literary blog.

She lives and works in Cape Town, South Africa, but is available for assignments anywhere on the continent.

- - - - - - - - - - - - - - -

Kristin Palitza arbeitet als freie Afrika-Korrespondentin für zahlreiche Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist feste freie Mitarbeiterin bei dpa und TIME. Von Zeit zu Zeit arbeitet sie auch als Redakteurin. In ihrer Freizeit schreibt sie gern an ihrem literarischen Blog.

Sie lebt und arbeitet im südafrikanischen Kapstadt, ist jedoch für Aufträge überall in Afrika verfügbar.

+27 72 287 2202   kpalitza@gmail.com

Books

'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' is a collection of articles and research that document South Africa's political struggle against HIV/Aids and the role of the media therein. Kristin Palitza is the main editor of the book, which was published by Jacana in 2010.

----------------------------

'What is Left Unsaid: Reporting the South African HIV Epidemic' ist eine Sammlung von Artikeln und wissenschaftlichen Texten, die Südafrikas politischen Kampf gegen HIV/Aids und die Rolle der Medien dokumentieren. Kristin Palitza ist die Hauptherausgeberin des Buches, welches in 2010 von Verleger Jacana veröffentlicht wurde.

Editor Login
« Gefangen in der Armutsfalle | Main | »Der Zustand der Kinder bleibt extrem schlimm« »
Friday
Oct072011

Mit Käsefüßen gegen Malaria

 ND | 27. Sept 2011

Von Kristin Palitza, Kapstadt

Manchmal liegt die Lösung direkt vor der Nase. Oder besser: sie steckt an den Füßen. Stinkende Socken können Leben retten, entdeckte ein Wissenschaftler aus dem ostafrikanischen Tansania. Ihr Geruch zieht viermal so viele Mücken an wie normale Schweißfüße und soll jetzt als Malaria-Prophylaxe genutzt werden.

Die Idee ist eigentlich ganz einfach. Dr. Fredros Okumu, Epidemiologe am Ifakara Gesundheitsinstitut in Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam, will den muffigen Geruch von Käsefüßen chemisch nachahmen. Eine Falle wird diesen abgeben, um Malariamücken anzulocken – und zu töten.

„Trotz des weltweiten Fortschritts im Kampf gegen Malaria gibt es noch viel zu tun“ um die Krankheit effektiv zu bekämpfen, sagt Okumu. Jedes Jahr werden 250 Millionen Menschen mit Malaria infiziert und 800,000 getötet, laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation. In Afrika ist jeder fünfte Kindestod Malaria zuzuschreiben.

„Malaria hat so viele Menschenleben gekostet, einschließlich vieler, die mir nahe standen. Ich hoffe, dass die neue Falle ein Teil der Lösung sein wird“, sagt Okumu.

Da Mücken Menschen nicht sehen können, sondern ihrem Geruch folgen, machte sich der Epidemiologe daran herauszufinden, welches Aroma die Insekten am stärksten anzieht. Ihm fiel auf, dass es die kleinen Biester normalerweise als Erstes auf die Füße absehen.

Okumu rekrutierte eine Gruppe von Freiwilligen, die ihre übel riechenden Socken, die sie für mindestens zehn Stunden getragen hatten, täglich zu ihm ins Labor brachten. Diese platzierte er dann in mit Insektengift beschichtete Behälter. Das Resultat war eindrucksvoll: die Mücken lieben den Geruch, und 95 Prozent enden in der Falle, behauptet Okumu.

Jetzt ist der Wissenschaftler dabei, ein künstliches Aroma zu entwickeln, das genau wie muffige Strümpfe riecht. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Ammoniak, Milchsäure, Kohlendioxid und anderen Substanzen, auf menschlicher Haut, in Schweiß und Atem zu finden sind.

Die Mückenfallen sollen bei 2013 erhältlich ein. Als zusätzlicher Schutz zu Moskitonetzen und Sprays sollen sie bis zu 30 Meter von Häusern entfernt aufgestellt werden, um Malariamücken, die vor allem nachts aktiv sind, zu fangen.

Auch der Preis der Fallen muss stimmen, damit auch arme Menschen in Entwicklungsländern, wo die Malariagefahr am Höchsten sind, sie sich leisten können. Daran muss Okumu noch eine Weile tüfteln. Denn momentan kostet die Herstellung der Fallen noch zwischen 3 Euro und 19 Euro.

Forschungsprojekte wie Okumus können einschneidende Erfolge verbuchen, vor allem wenn sie Unterstützung von privaten Forschungsgeldern erhalten. Der Bill und Melinda Gates Fond sowie die Grand Challenges Canada Stiftung haben dem Epidemiologen und seinem Team 775.000 Dollar Fördergelder zugesprochen, um die Idee weiterzuentwickeln und das Produkt auf den Markt zu bringen.

„Diese einheimische, tansanische Innovation könnte einen beträchtlichen Beitrag dazu leisten, Malaria schneller auszurotten und Leben zu retten“, glaubt Grand Challenges Canada Vorsitzender Dr. Peter Singer. „Wer hätte gedacht, dass sich eine lebensrettende Technologie im Wäschekorb verbirgt?“

PrintView Printer Friendly Version

Reader Comments (1)

Thankyou for that excellent article. Replica watches really are a favorite style choice with both women and men. What tend to be rado watches replica? They tend to be imitations of 1 of a variety of authentic luxurious watch versions. There tend to be several little-known replica rado diastar watch details, and probably the most important types is which hardly anyone can differentiate between a genuine replica rado sintra watch along with a replica without having thorough evaluation. Your reproduction still keeps an look almost identical towards the authentic view without you needing to spend a lot of cash. In the event you desire a really luxurious view, but possess other much more important obligations or needs, a high quality replica watches is unquestionably your best option of motion.

November 26, 2011 | Unregistered Commenterkooiny

PostPost a New Comment

Enter your information below to add a new comment.

My response is on my own website »
Author Email (optional):
Author URL (optional):
Post:
 
Some HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>